"Cvon ist eines dieser Bücher, die man am Liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, bis sie zu Ende sind. Guido Krains Heldin ist einem sofort sympathisch auf ihre eigene Art. Während des Lesens kommt immer wieder eine Art Rückschau, die den Werdegang Cvons nachvollziehbar macht.

Krain hat eine eigene Welt mit ganz eigenen Bewohnern geschaffen, die klar erklärt und nachzuvollziehen sind und sich auf herrliche Weise von den herrschenden Fantasynormen distanzieren. Wer Guido Krains erstes Buch „Elfenmond“ gelesen hat und es mochte, wird auch Cvon nicht aus der Hand legen, bevor er auf Seite 196 angekommen ist."

Fantasyguide.de / Andrea Ehlers

 

"Es macht Freude zu verfolgen, wie sich die Charaktere, vor allem Cvon, entwickeln, wie sie versucht, mit ihrer Umwelt und dem bisher Erlebten zurecht zu kommen. Es ist nicht leicht, eine Schublade mit der Aufschrift „gut“ oder „böse“ für Cvon zu finden. Sie ist einfach zu facettenreich, als das man sie einfach hinnehmen und abstempeln kann. Durch die perspektivische Erzählweise von Krain bleibt es dem Leser überlassen, sich ein Bild zu machen. Obwohl es mehrere Betrachtungsebenen in der Erzählweise gibt, verwirrt es nicht beim Lesen.
Die spannend erzählte Geschichte lebt eben von diesen Figuren und ihrer Interaktion untereinander, der Handlungsfaden ist nicht allzu kompliziert gesponnen. Da es vor dem Hintergrund eines Bürgerkriegs spielt, spart der Autor auch nicht mit der Formulierung von Gewalt- und Gräueltaten. Sehr bildhaft und genau beschreibt Guido Krain Kämpfe, schildert Verletzungen, bringt dem Leser Schmerz nahe und geht teilweise auch auf die Schicksale der Zivilbevölkerung ein, die ja unter dem Krieg leidet. Für Freunde der Happy-End-Fantasy mit heroischen Taten ist diese Geschichte nur bedingt geeignet, für sehr junge Leser so gut wie gar nicht."

Media-Mania / Christoph Heibutzki

 

"Zum Glück für die Leser, die Freude an einer Geschichte haben möchten, hat Guido Krain dieses Bestreben nicht. Einfühlsam erzählt der Autor die Geschichte der Kriegerin Cvon, die in einer gewaltbeherrschten Welt aufwachsen musste. "Cvon" ist ein düsterer und dennoch teilweise humorvoller Fantasyroman, der sich flott lesen lässt und der zum Kauf weiterer Teile animiert. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf den zweiten Teil."

Literaturschock.de / Susanne K.

 

"Wie schon zu Beginn erwähnt ist dieses Werk, verglichen mit dem Erstling Elfenmond, bislang zumindest lange nicht so tief strukturiert. Dies geht, betrachtet man den jeweiligen Umfang der beiden Bücher, auch gar nicht. Bot uns Elfenmond eine in sich abgeschlossene, vielschichtige Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen, so stellt Cvon den Auftakt eines Zyklus dar. Ein spannender Anfang, der den Grundstein zu einem letztlich noch etwas unklaren Plot legt, der die Handelnden vorstellt und neugierig machen soll, auf das, was in den Folgeteilen noch kommen wird. Das Interesse ist geweckt, die Protagonisten sind teilweise rätselhaft, zum Teil sympathisch, manchmal noch ein wenig unscharf, so dass auch hier für die folgenden Teile Gestaltungsspielraum bleibt. Insbesondere zu Beginn der Erzählung vermochte mich der Autor mit seiner einfühlsamen und gleichzeitig intensiven Schilderung der Ereignisse, die Cvon zu der Frau machten, als der wir ihr begegnen zu überzeugen. Hier gilt es weiterzumachen, angedeutet wurde auch bereits ein Konflikt der Elfen, die um neue Bedeutung ringen."

Phantastik.de / Carsten Kuhr

 

"Doch die eigentliche Faszination machen die Charaktere aus. Da ist zum einen Cvon, die Titelheldin und ihr orkischer Freund Loric, die sehr plastisch werden und die man gegen Ende des Buches als Freunde betrachtet. Die Stars des Buches sind jedoch eine kleine hinterhältige Echsenfrau, die man gegen den eigenen Willen lieben muß und eine Halbdämonin, bei der ich mich nicht entscheiden kann, ob sie Traum oder Alptraum ist."

Legenden.net.tc / Rudolf Grieche

Nichts deutete darauf hin, daß seine Anwesenheit registriert worden wäre. Selbst der Hall seiner eigenen Schritte wurde von der beinahe greifbaren Stille unterschlagen. Zögerlich folgten Duice und Naginar, während Hroki in der Tür stehen blieb. Von Phalil war nichts zu sehen... Nicht, daß Loric in diesem Augenblick auch nur einen Gedanken an ihn verschwendet hätte.
Der Ork trug seine kostbare Last in die Mitte der Lichtinsel und sah sich etwas hilflos um. Wie lautlos dahingleitende Eisblöcke schien die Stille näher zu rutschen. Langsam fiel er auf die Knie und wartete quälende Momente, bis er genug Mut zusammen hatte, den Ring aus Stille zu sprengen.
"Hallo?" Seine Stimme wurde nicht zu ihm zurück geworfen, sondern versackte irgendwo in der Dunkelheit. Nichts als ein Schauer blieb zurück.
"Sie, deren Atem die Zeit und deren Wort das Schicksal ist, hört Dich, Krieger", kam es viel zu nah zurück. Der Fremde konnte nicht mehr als eine gute Armlänge von Loric entfernt in der Dunkelheit stehen. Der Ork fuhr so sehr zusammen, daß er beinahe seinen "Schatz" losgelassen hätte.
"Wer... Ihr seid ein Priester?"
"Ich bin nicht mehr als von IHR berührter Staub im Strom der Zeit, der das Glück hat, in diesem - IHREM - Hause dienen zu dürfen." Die Stimme des Priesters klang eigenartig "kalt", ohne wirklich emotionslos oder nichtmenschlich zu wirken.
"Sie braucht Hilfe!", war alles, was Loric in seiner Verzweiflung hervorbrachte. "Bitte helft ihr!"
"Sei unbesorgt, Krieger des Orkvolkes. Die Herrscherin der ewigen Schwärze hat bereits ihre gnädigen Arme nach ihr ausgestreckt... Schon bald wird sie die Leiden dieser grausamen Welt vergessen h..."
"Sie stirbt! Ihr müßt ihr helfen verdammt!!!", brüllte Loric den Priester entsetzt an. Sich während eines Festmahls am Terzianischen Hofe in das Weinglas eines Dorators zu erleichtern hätte nicht unpassender sein können. Lorics Begleiter wollten am liebsten im Erdboden versinken, doch ihm selbst war mittlerweile alles egal. Mit zwischen Zorn und Entsetzen schwankender Stimme brüllte er den in der Schwärze verborgenen Vertreter der Todesgöttin an. "Sie hat keine Zeit mehr!" Dann war lange Momente nur das hektische Atmen des Orks zu vernehmen, der sich mit bebenden Lippen bemühte, die Schwärze um sich mit seinen Augen zu durchdringen.
"Ihr vergeßt, wo Ihr seid, Ork", kam es mit Grabenskälte aus der Dunkelheit. "Ich bin..." wollte Loric zurückbrüllen, doch ein eigenartig kaltes Flüstern übertönte mühelos sein gewaltiges Organ.
"Ihr seid in den Hallen von IHR, die das Ende von allem ist. Und Ihr werdet IHR den Respekt zollen, der IHR zusteht." Der Ork spürte, wie etwas Kaltes seinen Fuß umschloß. Eine schwarze, tintenähnliche Flüssigkeit, die langsam aus dem Boden quoll und an ihm und Cvon nach oben kroch. Doch Loric war über einfache Furcht hinaus. Fasziniert stellte er fest, wie frei ein Geist sein kann, der davon ausgeht, nichts mehr zu verlieren zu haben.