Wieder was gelernt PDF Drucken E-Mail

Heute habe ich mal wieder eine spannende Lektion in Sachen "Genre" erhalten. Ich habe mich ja schon seit geraumer Zeit gegen die falsche Genres gewehrt. Bei Amazon findet man "Star Trek" unter "Fantasy" und einfache Vampirgeschichten unter "Science Fiction". Doch es gibt Genrezuteilungen, die liegen tatsächlich im Auge des Betrachters.

So habe ich heute eine Rezension von "SF-Dinosaurier" über DIE SCHWARZE VICTORIA gelesen, die mich gefreut und fasziniert hat. Fazit:

 

Man merkt, der Mann kennt seine Klassiker. Der Kommentar "Jules Verne auf Steampunk" ist gar nicht so abwegig, die Geschichte hat etwas angenehm Entschleunigtes, das dem 19. Jahrhundert durchaus entspricht. Ich fand sie ganz nett, interessant geschrieben mit überraschenden Wendungen, aber so ganz mein Fall war die "Schwarze Victoria" nicht.

Was daran liegt, daß ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Trotz einige SF-Steampunk-Elemente ist der Kern des Romans eine Romantische Fantasy. Ebenso wie bei Pali und Lorn gewürzt mit einer gehörigen Prise Sex (ohne ins Vulgäre abzugleiten), locker und leicht erzählt, mit sehr schön dargestellten Protagonisten unterschiedlichster Coleur. In "meiner" Fantasy-Gruppe auf Facebook dürfte das Buch auf jeden Fall auf gesteigertes Interesse stossen. Wer Romantasy mag, sollte an der "Schwarzen Victoria" auf keinen Fall vorbeigehen, es lohnt sich, sich in der Welt Feylon zu verlieren.

 

Romantasy? Zunächst musste ich lachen, doch dann wurde mir klar, dass die Genreunterteilung in diesem Fall wirklich eine Frage des Blickwinkels ist. Ja, es gibt Liebesgeschichten in der Schwarzen Vicky. Mir erschienen sie nie als der entscheidende Part, andererseits würde die Geschichte ohne sie auch nicht funktionieren. Also wirklich Auslegungssache. Ich habe mich jedenfalls sehr über die Rezension gefreut.